Projekt: Leben und Wirtschaften in der
Höttinger Gasse

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Einleitung ...
im Mai 2020
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Seit
über fünf Jahren sitze ich nun an meinem Schreibtisch
im nördlichen Erker meiner Wohnung in der Höttinger
Gasse 18. Mein Blick fällt auf ein Haus, das ich bis jetzt nur
leer kenne. Freilich, manchmal gehen Menschen ein und aus. Anfangs vor
allem um den Rasen zu mähen und den Platz vor dem Haus zu
reinigen. Die Erbinnen der zuletzt verstorbenen Eigentümer.
Seit dann aber diese beiden großen Folien mit dem Text "OFA
... schon wieder!" und "OFA - Architektrur - www.ofa.at" angebracht
wurden, waren die Besuche von anderer Natur. Leute kamen, um das
Haus zu besichtigen und es wurden immer wieder Dinge aus dem Haus
entfernt, einmal eine rießige Metallbearbeitungsmaschine.
Die Office Fahrner Agentur
(OFA) hatte offensichltich diese Liegenschaft in der Höttinger
Gasse gekauft, und plant hier nun ein "hochwertiges Immobilienprodukt"
zu realisieren. Es ist nicht die erste Erwerbung in der Höttinger Gasse.
Schon die Nummer 2 wurde erworben und saniert und nun gibt es dort ein
modernes Hotel mit dem Namen "B(l)ackhome". Einige
Zeit, nachdem die Folien auf der Nummer 37, also dem Haus mir
gegenüber angebracht wurden, tauchte eine weitere OFA-Folie an
der Fassade des Hauses Nr. 11 auf.
Langsam begann ich mir Sorgen zu machen. Werde ich bald sagen können:
"Ein Haus bekam ich vor die Nase gesetzt, ein Haus ums andere bis mein
Blick zugemauert war und ich eine Geschichte erfand, um etwas
sehen zu können..." So beginnt nämlich das Buch "Im Alphabet der
Häuser" von Christoph W. Bauer (2007).
Nun ja, sicher werde auch ich ein Haus vor die Nase gesetzt kriegen, aber es
wird meinen Blick nicht zumauern. Denn der Gewinner des
Architekten-Wettbewerbes hat auf die Lichtverhältnisse der
Nachbarn soweit wie möglich Rücksicht genommen.
Aber das mit das mit der Geschichte, das könnte ich mir noch
überlegen. Freilich, warum sollte ich eine Geschichte erfinden?
Das Haus Nr. 37 HAT bereits eine Geschichte. Ich brauche sie nur zu
entdecken. Sowie auch das Haus Nr. 41 eine Geschichte hat. Warum das
Haus Nr. 41?
Ach ja, die dortigen Gegenüberwohnenden sind schon etwas weiter
als ich: Sie sehen schon den Bagger, der ihr Gegenüber
verändert. Unüberhörbar auch für mich, weshalb ich
Nachschau hielt. Ich kannte etliche Bewohnter dieses Hauses, von
denen mich eine noch schnell in ihre ehemalige Wohnung führte. Die
Terrasse,
auf der sie oft gegrillt hatte, ist schon vabgerissen. Ein Laster
hatte die Ziegel in den letzten Tagen wegtransportiert... Und es
erschien mir der richtige Zeitpunkt gekommen, mit der
Geschichtsforschung zum Leben und Wirtschaften in der Höttinger
Gasse anzufangen... Eine spannende Zeitreise bis zurück zu den
Anfängen der Stadt Innsbruck, die direkt am Anfang der
Höttinger Gasse ihren Ausgang nahm.
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